Volkstanzgruppe Marienfeld

Berlin 2004

Volkstanzgruppe Marienfeld traf Freunde aus den USA nach 18 Jahren in Berlin wieder!

Die Volkstanzgruppe Marienfeld (VTG M) machte sich vor Kurzem auf dem Weg nach Berlin, um vom 17. –19.09.04 an dem 35. Internationalen Treffen der Volkstanzgruppen, das von der Landesarbeitsgemeinschaft Tanz Berlin e.V. veranstaltet wurde, teilzunehmen.

Schon die Anreise der Gruppe per Bahn verlief munter, hatte doch ein Mitglied an dem Tag Geburtstag und lud während der Fahrt zu einem Sektfrühstück ein.

Am Abend des 17. September hieß es dann: „ Int Dörp wardt danzt“. Unter diesem Motto fand die Eröffnungsveranstaltung im „Fontanehaus“ im Märkischen Viertel in Reinickendorf statt. Wir, die VTG Marienfeld gestalteten unter ausgewählten Gruppen mit einem Potpourri das Programm mit.

Am Samstag ging es dann bei bestem Wetter auf „Sight Seeing Tour“ durch die Stadt wie z.B. der Linie 100, dem Alex, die Haksche Höfe, das Brandenburger Tor, der Reichstag, der Potsdamer Platz, etc. Am Abend fand dann die Hauptveranstaltung in der großen „Schöneberger Sporthalle“ am Sachsendamm statt. Einige weitere Gruppen aus ganz Deutschland waren noch dazugestoßen, so daß ca. 30 Tanzgruppen dann gemeinsam internationale Volkstänze tanzten.

Mit dabei waren auch einige Tanzpaare der „Federation of German Folkdance Groups“ aus den USA, einer Vereinigung von Tanzgruppen, die über gesamte USA verstreut ist und deutsche Folklore Tänze tanzt ( außer Square Dance gibt es sonst in den USA keine Folklore Tänze).Besondere Beachtung an diesem Abend fanden die Damen der VTG Marienfeld durch Ihre „Goldhauben“. Während des Tanzens erinnerte sich plötzlich ein Paar aus den USA – die haben wir doch schon einmal gesehen-. Schnell stellte sich im Gespräch heraus: Pete und Ginnvor Bullard aus Indianapolis/ Indiana, die zur USA Abordnung zählten, waren vor 18 Jahren für einige Tage Gasteltern von zwei Marienfelder Tänzerinnen, als die VTG Marienfeld 1986 drei Wochen durch den mittleren Westen der USA tourte. Erinnerungen wurden wach, als man gemeinsam mit dem dort ansässigen Tanzkreis „Fledermäuschen“, unter Leitung von Don Smith im Clubhaus des Deutschen Vereins in Indianapolis tanzte. Auch kam zu tage, daß man 1998 auf dem Bundesvolkstanzfest in Erfurt sich auch begegnet war, aber wahrscheinlich aufgrund der vielen Teilnehmer damals nicht gegenseitig erkannt hatte. Adressen wurden erneut ausgetauscht und Fotos geschossen.  Vielleicht tanzt man irgendwann wieder zusammen auf einer internationalen Veranstaltung.

Für den Sonntagmorgen sah das Programm noch ein weiteres offenes Tanzen aller teilnehmenden Gruppen in Räumen der Emmaus-Kirche in Berlin-Kreuzberg vor. Wir zogen es jedoch vor, eine Spree Rundfahrt zumachen um u.a. das neue Regierungsviertel einmal von der Rückseite kennenzulernen, bevor es dann am frühen Nachmittag wieder auf den Heimweg ging.


Reisebericht von Anke Kosfeld