Volkstanzgruppe Marienfeld

Hendungen 05.11 – 07.11.2004

Am ersten Novemberwochende war die Volkstanzgruppe Marienfeld e.V. in Hendungen eingeladen. Diese Freundschaft besteht nun seit 24 Jahren und wir fuhren bereits das 4. Mal in die Rhön. Nach dem ersten gemeinsamen Besuch zusammen mit der Sing-und Spielgruppe Marienfeld 1980, waren wir 1990 und 1996 zu Gast beim Gesangverein Hendungen.

Am Freitagmittag ging es los Richtung Bayern. In Hendungen angekommen fragten wir nach dem Weg zur Mehrzweckhalle, bekamen den Weg beschrieben, aber auch gleich den Hinweis, daß wir am Marienbrunnen erwartet würden. Hendungen ist halt ein kleiner Ort und unsere Ankunft war kein Geheimnis. Nach der Aufteilung auf die Gastfamilien trafen sich alle in der Mehrzweckhalle zur gemeinsamen Brotzeit. An diesem Abend wurde noch so manche Erinnerung ausgetauscht.

Am Samstagmorgen stand eine Stadtführung in der Stadt Meiningen/Thüringen auf dem Programm. Diese Stadt hatten wir bereits bei unserem Besuch 1990 kurz nach der Maueröffnung besucht und hatten im Vorfeld den Wunsch geäußert, hier noch einmal hinzufahren. In den letzten 14 Jahren hat sich auch hier sehr viel getan. Die Fernleitungen für die Heizungen sind verschwunden und viele Häuser sind restauriert worden. Aber auch nach so langer Zeit ist bei einigen Häusern immer noch nicht die Besitzfrage geklärt, so daß sie immer noch graue Fassaden aufweisen und langsam baufällig werden. Auf dem Rückweg haben wir noch einmal an dem alten Grenzübergang gestoppt und ein Mitglied des Gesangvereins berichtete sehr anschaulich von der Zeit der Grenzöffnung. Nach dem Mittagessen wurde in Mühlfeld das Schoß Wolzogen besichtigt. In diesem Schloß gibt es unter anderem eine Ausstellung über Thüringer Porzellan und in einem Raum wurde noch einmal der ehemalige Verlauf der Grenze detailgetreu nachgebildet. Am Abend fand in der Mehrzweckhalle der öffentliche Kermestanz statt. Gemeinsam mit der Trachtentanzgruppe Behrungen trugen wir zum Programm bei.

Eine Besichtigung der Stadt Ostheim und der Kirchenburg stand am Sonntag als letztes auf dem Programm. Ein rühriger älterer Herr zeigte uns die Stadt und die Kirchenburg. Über die Geschichte der Kirchenburg hätte er noch Stunden weiter erzählen können, aber leider verflog die Zeit wie im Fluge und wir mußten zurück. Gut ausgestattet mit den übriggebliebenen Knöchle, Ripple und Knackern ging es dann am Nachmittag wieder auf den Heimweg nach Marienfeld. Es war wieder ein rundherum gelungenes Wochenende und wir hoffen, daß die Freundschaft zwischen Hendungen und Marienfeld noch lange bestehen bleibt.

Reisebericht von Anke Kosfeld