Am Montagabend 22.00 Uhr starteten wir zu einer 7-tägigen Reise nach Ungarn. Doch um unseren Bestimmungsort Miskolc/Ungarn zu erreichen, mussten wir erst einmal eine ca. 20-stündige Busfahrt hinter uns bringen. Gegen 18.00 Uhr am Dienstag (31.07.) kamen wir, erschöpft von der langen Reise, in Miskolc an. Wir wurden sehr freundlich begrüßt und unseren Gasteltern vorgestellt. Den ersten Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien und knüpften erste Kontakte.
Am Mittwoch (01.08.) schauten wir uns eine Tropfsteinhöhle an. In einem Naturschutzgebiet konnte, wer Lust hatte, einen Spaziergang machen. Den Nachmittag verbrachten wir dann in einem großen Solebad. Zur Linderung zahlreicher Beschwerden wird dieses von vielen Ungarn genutzt. Daher war es nicht verwunderlich, dass das Bad völlig überfüllt war. Geschmacksache war das Essen am Abend. Am Lagerfeuer sitzend bekam jeder ein angespitztes Stöckchen in die Hand gedrückt. Dazu gab es ein großes Stück Speck sowie Brot. Der Speck wurde mit Paprika und Zwiebeln aufgespießt und ins Feuer gehalten bis er schmolz. Das flüssige Fett ließ man dann auf sein Brot tropfen und aß dieses.
Am Donnerstagmorgen (02.08.) besichtigten wir ein Buchmuseum in dem Tausende von alten Büchern ausgestellt waren, die auf Wusch auch herausgeholt und zum Lesen zur Verfügung gestellt wurden. Danach wurde uns eine Burg und ein Schloss gezeigt. Das ganze Laufen und Schauen machte alle sehr hungrig, das kulturelle Interesse war vorerst erloschen. Doch bis zum Gasthaus mussten wir noch eine halbstündige Fahrt mit dem Bus hinter uns bringen. Endlich angekommen ließen wir uns den Imbiss gut schmecken. Danach ging es weiter zu einer Weinkellerei, wo der Weinkeller besichtigt werden sollte. Doch durch unser verspätetes Mittagessen waren wir nicht pünktlich im Weinkeller, so dass die Weinprobe zum allgemeinen Bedauern nur sehr kurz ausfiel. Hier hätten wir noch Stunden verweilen können, aber die nächste Gruppe wartete schon und so verließen wir schweren Herzens dieses Paradies. Wir versäumten es jedoch nicht, bei dieser Gelegenheit ungarischen Wein einzukaufen.
Der Freitag (03.08.) war zur freien Verfügung. Erst abends stand ein Auftritt auf dem Programm. Im „Spaten“ einer Gaststätte in Miskolc tanzten wir vor ungarischem Publikum. Dieses war dann auch schon unser letzter Tag in Miskolc. Im Spaten feierten wir nach unserem Auftritt noch ein wenig Abschied.
Am Samstag (04.08.) ging es weiter zu unserer zweiten Station Mesöcövec. Hier fand am Wochenende ein internationales Trachtenfest statt. In Mesöcövec angekommen, konnten wir uns im Freibad kurz erfrischen. Anschließend nahmen wir gemeinsam unser Mittagessen ein und konnten dann unsere Quartiere in der Jugendherberge beziehen. Am Nachmittag fand dann ein internationales Trachtenfest auf der Freilichtbühne statt. Mehrere ungarische Gruppen, eine tschechische, eine polnische Gruppe sowie unsere Gruppe wirkten mit. Abends hatten wir noch zwei weitere Auftritte in umliegenden kleinen Dörfern. Wir tanzten hier vor Einheimischen und fanden in ihnen ein sehr dankbares Publikum.
Das Programm am zweiten Veranstaltungstag (05.08.) begann mit einem Trachtenumzug. Abschließend hatten wir dann unseren letzten Auftritt im Rathaus. Um 22.00 Uhr waren dann unsere Koffer im Bus verstaut und es hieß wieder einmal Abschiednehmen nach ein paar schönen Tagen in Ungarn. Vor uns lag eine lange Fahrt, doch wohlbehaltend kamen wir dann am Montagabend in Marienfeld an.